FAQ

Darstellung zu den verschiedenen Handlungsoptionen der Aktionären

Die Aktionäre der Wolfsburger VW Volkswagen sind, zu Recht, verunsichert und suchen Rat. Die auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Hamburger Gröpper Köpke Rechtsanwälte geben Tipps.

Zur Lage

Die VW Volkswagen AG hat bei mehreren Diesel-Modellen (Typ EA 189) eine Software verwendet, die erkennt, wann der Wagen auf dem Prüfstand steht und dann die Abgase regelt. Mithilfe der Software (wohl sonst nicht) gelang es VW, die strengen us-amerikanischen Abgasnormen zu erfüllen und die betreffenden Fahrzeuge, überhaupt, zum Verkauf in den USA zuzulassen. Ohne diese Software, das steht mittlerweile fest, hätte VW nie die Zulassung der betreffenden Modelle erwirkt.

Täuschung entdeckt

VW wurde entlarvt. Eine Non-Profit-Organisiation entdeckte zufällig den Schwindel und zeigte das Täuschungsverhalten an. Seit 2014 ermittelt die kalifornische Umweltbehörde gegen den Wolfsburger Autobauer.

Entdeckung verschleiert

Die Volkswagen AG hat die Fahrzeuge auf dem amerikanischen Markt seit 2008 verkauft wurden und der amerikanische VW-CEO Michael Horn hat vor dem US-Kongress ausgesagt, dass er seit 2014 wusste, dass die Volkswagen AG die Behörden und die Abnehmer der Fahrzeuge täuscht.

Täuschung über die tatsächliche Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens

Nach der Meinung des auf das Kapitalmarktrecht spezialisierten geschäftsführenden Gröpper Köpke Rechtsanwalts Oliver Frick hätte die Volkswagen AG spätestens 2008, nachdem der Konzern den Entschluss gefasst hatte, die Mogel-Autos auf den Markt zu bringen, die Aktionäre informieren müssen. „Denn nach dem Wertpapierhandelsrecht“, ergänzt der geschäftsführende Gröpper Köpke Rechtsanwalt Matthias Gröpper, „müssen alle die Vermögens- und Ertragslage betreffenden Informationen sofort bekannt gegeben werden.“ Das hat VW nicht getan.

Mehrere Anspruchsgrundlagen

Aktionäre können, wenn sie ab dem Stichtag, im Jahr 2008, Aktien gekauft haben, den Einstandspreis unter bestimmten Voraussetzungen zurückverlangen. Das ist ein sogenannter Schadensersatzanspruch. Es gibt für den Schadensersatzanspruch mehrere in Betracht kommende Anspruchsgrundlagen.

Prospektfehler

Grundsätzlich muss jedes Unternehmen, dass Wertpapiere in Deutschland am Markt platziert, einen sogenannten Verkaufsprospekt herausgeben und über den Verkaufsprospekt alle Marktteilnehmer über die tatsächliche Vermögens- und Ertragslage der Emittentin und alle in Betracht kommenden Chancen und Risiken des Investments aufklären. „Aber“, erklärt Rechtsanwalt Matthias Gröpper, „der Wertpapierverkaufsprospekt nur 12 Monate gültig. Und es besteht nach der Platzierung der Wertpapiere keine Aktualisierungspflicht. Dies vorausgeschickt ist eine Prospekthaftung, natürlich ist der Prospekt im Wortsinn falsch gewesen, nur unter bestimmten Voraussetzungen eine in Betracht kommenden Anspruchsgrundlage für den Schadensersatzanspruch des Anlegers“.

Insider-Information

Mitarbeiter der VW Volkswagen AG wussten, dass die inkriminierte Software verwendet wird und dass die Wagen ohne die Software mit vergleichbaren Daten keine Chance auf eine Zulassung gehabt hätten. Und das Unternehmen wusste auch, dass im Zweifel deftige Strafzahlungen im Milliardenbereich fällig werden. Das ist eine Insider-Information nach § 15 WpHG. Die müssen unverzüglich veröffentlicht werden. Um den Markt, das Verhältnis von Angebot und Nachfrage und den daraus folgenden ‘echten‘ Kurs der Aktien transparent zu machen. Das hat die Gesellschaft nicht getan. Daraus folgen Schadensersatzansprüche, § 37 b WpHG. „Aber das Problem“, erklärt Rechtsanwalt Matthias Gröpper, „liegt in der Durchsetzbarkeit dieser Forderungen. Denn nach dem Wortlaut des Gesetzes verjähren diese Forderungen innerhalb von drei Jahren nach der Verpflichtung der Veröffentlichung dieser Informationen. Das ist angreifbar. Denn im Zweifel würden über den Wortlaut der Vorschrift Unternehmen geschützt werden, die es, wie auch immer, schaffen, die Mitteilungspflichtigkeit über mehr als drei Jahre zu verbergen. Das geht meines Erachtens gar nicht. Aber das hat der Bundesgerichtshof noch nicht entschieden. Dies vorausgeschickt gehe ich davon aus, dass die Sache letztlich, VW Volkswagen AG wird sich trotz aller Beteuerungen wehren, vom Bundesgerichtshof entschieden werden muss.“

Betrug zum Nachteil der Aktionäre

Die Aktionäre wurden in den letzten Jahren für den Kauf der Gesellschaftsanteile mit falschen Informationen geworben. Daraus könnten Schadensersatzansprüche aus Betrug folgen. „Das ist aber kein Selbstgänger“, erklärt der geschäftsführenden Gröpper Köpke Rechtsanwalt Oliver Frick: „Denn man muss im Zusammenhang mit der Geltendmachung dieser Anspruchsqualität unter anderem die haftungsausfüllende Kausalität nachweisen und Gerichten erklären, weshalb die Vermögenslage der Aktionäre günstiger gewesen wäre, wenn VW gleich gesagt hätte, dass sie manipuliert haben. In dem Fall, das könnte vorgetragen werden, hätten viele Aktionäre die Wertpapiere abgestoßen und hätten vergleichbare Vermögensverluste erlitten. Das würde die Ursächlichkeit des Schadens in Frage stellen.“

Schnittmenge Schadensersatz-Anleger

Dies vorausgeschickt weisen die Gröpper Köpke Rechtsanwälte Aktionäre daraufhin, dass alle Anleger, die die Wertpapiere vor dem 03.09.2012 erworben haben, Prozessrisiken drohen. Das ist unser Stichtag. Alle anderen Anleger können Schadensersatzansprüche mit den vorstehend bezeichneten Unwägbarkeiten geltend machen.

Spekulation

VW-Aktionäre können ihren Schaden einfrieren. Indem sie die Aktien jetzt verkaufen. Und den Differenzschaden, dass ist die Differenz zwischen dem Ankaufs- und Verkaufspreis, geltend machen. Und wenn sie der Meinung sind, dass der Kurs wieder anzieht, können sie am nächsten Tag gegebenenfalls wieder kaufen. Wenn Sie als Aktionär nicht wissen, ob der Kurs in Zukunft steigt oder fällt, bietet sich die Geltendmachung der großen Schadensersatzes, der Kaufpreis, an. Das ist, betont Rechtsanwalt Matthias Gröpper, die höchsteigene Anlageentscheidung jedes Aktionärs. Die wir nicht kommentieren werden.

Ansprechpartner

Wir beraten VW Aktionäre umsichtig und umfassend und kostenlos. Wenn wir der Meinung sind, dass Sie Ansprüche haben, werden wir diese Ansprüche geltend machen. In allen anderen Fällen erklären wir Ihnen, wo die Risiken liegen. Und dann Können Sie höchst selbst unter Abwägung des Kostenrisikos entscheiden, ob und was Sie veranlassen wollen.