VW Volkswagen AG. Sammelklagen für Aktionäre und Fahrer.

02.10.15 21:11

Wir vertreten VW-Aktionäre und VW-Fahrer. Gegen die Wolfsburger Volkswagen AG. Und geben Ihnen Tipps zur Sicherung Ihrer Forderungen. Eine Information des auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Hamburger Rechtsanwalts Matthias Gröpper.

Hamburg/ Wolfsburg, 01.10.2015. In den vergangenen Wochen berichteten die Medien täglich über den Abgasskandal bei der Volkswagen AG (VW). An der Stelle klären Anlegeranwälte Betroffenen, was geschehen ist und wie sich die Betroffenen wehren können.

Was ist passiert

VW hat eingeräumt, zwischen 2008 und 2015 bei bestimmten Dieselmodellen eine Software verwendet zu haben, die erkennt, wann die Emissionswerte des Fahrzeugs gemessen werden und während der Messungen die Emissionen verringert. Experten gehen davon aus, dass das Unternehmen dieses Programm verwendet hat, um die strengen us-amerikanischen Abgasgesetze zu umgehen und sich die Zulassung der Wagen mit dem betreffenden Dieselmotor EA-189 auf dem us-amerikanischen Markt zu erschleichen.

Wie ist das bekannt geworden

Die unabhängige Non-Profit-Organisation International Council on Clean Transportation (ICCT) hatte schon im Frühjahr 2014 in eigenen Studien in den USA festgestellt, dass bei einem VW Jetta und einem VW Passat die Abgaswerte auf der Straße enorm über den Laborwerten lagen und informierte die US-Umweltbehörde EPA. Diese konfrontierte VW damit. Zunächst rief das Unternehmen im Dezember 2014 in den USA freiwillig etwa eine halbe Million Fahrzeuge zurück, um nach eigenen Angaben die Motoren nachzujustieren (Quelle: Zeit).

Wer ist betroffen

Bei den manipulierten Motoren des Typs EA-189 handelt es sich um die Drei- und Vierzylinder-Turbodiesel mit Common-Rail-Einspritzung mit Hubräumen von 1,2 bis 2,0 Litern. Diese Motoren wurden neben VW-Modellen auch in Modelle der VW-Töchter Audi, Skoda und Seat verbaut. Insgesamt sind elf Millionen Fahrzeuge betroffen.

Aktionärsschutz

Mehrere Mitarbeiter der Entwicklungsabteilung von VW, die die Software implementierten, wussten denknotwendig spätestens seit 2008, dass VW die Abgwaswerte bei den amtlichen Messungen manipuliert. Das Wissen muss der AG nach der Meinung des Hamburger Anlegeranwalts Matthias Gröpper zugerechnet werden. Und nach der Einschätzung der auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Hamburger Gröpper Köpke Rechtsanwälte ist das eine die Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens betreffende Insider-Information nach § 15 WpHG, die, weil die VW AG eine börsennotierte Aktiengesellschaft ist, nach § 37 b WpHG unverzüglich bekannt gemacht werden müssen. Das ist nicht geschehen. Daraus folgen Schadensersatzansprüche der Aktionäre, die nach einer Grundsatzentscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH, Urteil vom 13.12.2011, XI ZR 51/10) in dem Fall den originären Kaufpreis für die Wertpapiere zurückverlangen können.

Sammelkage

Deutsche Aktionäre können sich an einer Sammelkage beteiligen, dass im Amtsdeutsch als Kapitalanleger-Musterverfahren bezeichnet wird. In dem Musterverfahren wird für alle Beteiligten abschließend geklärt, ob und ab wann die VW AG die Käufer und die Behörden getäuscht hat. Wichtig: Jeder muss nach §§ 8, 9 KapMuG (Kapitalanlegermusterverfahrensgesetz) einen eigenen Antrag zur Beteiligung an dem Musterverfahren stellen, um die Verjährung der Ansprüche zu hemmen. Es entstehen im Musterverfahren keine Gerichtskosten. Und der Rechtsanwalt erhält im Gegensatz zur normalen 1,3-Verfahrensgebühr nur eine 0,8-Verfahrensgebühr für die Anmeldung der Beteiligung des Betroffenen an dem Musterverahren.

Fahrerschutz

Die betroffenen VW Kunden müssen befürchten, dass, wenn der Mangel nicht beseitigt werden kann, die Betriebserlaubnis für die Wagen erlöschen könnte und die Wagen stillgelegt werden müssen. Außerdem gehen Marktbeobachter davon aus, dass die Fahrzeuge allenfalls mit einem erheblichen Abschlag wiederverkauft werden können. Daraus folgen eine ganze Reihe von Vermögensgefährdungen, die gegebenenfalls vom Unternehmen ersetzt werden müssen. Dies vorausgeschickt haben alle betroffenen Fahrzeugeigentümer das Recht, den Mangel auf Kosten der VW AG von einer Fachwerkstatt beseitigen zu lassen und den während der Reparaturdauer folgenden Nutzungsausfall ersetzen zu lassen und, falls der Mangel nicht beseitigt werden kann, vom Kaufvertrag zurückzutreten und den ursprünglichen Kaufpreis zurückzuverlangen. Darüber hinaus ist der Gröpper Köpke Rechtsanwalt Matthias Gröpper der Meinung, dass Fahrzeugeigentümer, die den Wagen über eine Niederlassung der VW AG erworben haben, den Kaufvertrag wegen arglistiger Täuschung anfechten und den vollen Kaufpreis Zug um Zug gegen die Übergabe des Wagens zurückverlangen können. Hier können Sie prüfen lassen, ob Ihr Wagen mit einer manipulierenden Steuerungssoftware ausgerüstet wurde.

Ansprechpartner: Herr Rechtsanwalt Andreas-Dirk Hengst, Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper